Sternenkinder

08.03.2021
Nicht den Tod, sondern das Leben in Erinnerung behalten. Das könnte ein schöner Leitsatz für einen jeden Todesfall sein und es wäre für die, die weiter am Leben teilhaben, eine wunderbare Sache, wenn sie gelänge - oder besser, wenn sie gelingt. Wenn kleinste Kinder, im Mutterleib oder nach der Geburt, sterben, ist das eine schier unerträgliche Situation. Unbeschreiblich, kaum nachfühlbar und einer Ohnmacht nahe. Wie soll es hier gelingen, das Leben, das noch gar nicht oder kaum stattgefunden hat, in Erinnerung zu behalten? Die Initiative DEIN STERNEKIND STIFTUNG schenkt betroffenen Eltern eine Erinnerung, die die Existenz des kleinen Lebens dokumentiert und die vielleicht einzig sichtbare Erinnerung für die Familien ist. Über 600 ehrenamtlich tätige Fotografinnen und Fotografen fotografieren diese Sternenkinder und machen sie so sichtbar - in 2020 in mehr als 3.200 Fällen im deutschsprachigen Raum. Im Jahr 2017 war die Stiftung bereits Preisträger des Deutschen Engagementpreises (Plublikumspreis). Die Erinnerungsfotos sind eine greifbare Stütze für die Zeit der Trauer und die Zeit der liebevollen Erinnerung. Für die Elter, die Geschwister und für alle, in deren Leben das verstorbene Kind einen Platz hat. An die Stiftung kann man sich als Betroffener selbst, aber auch als Hebamme, als Geburtsstation eines Krankenhauses oder auch als Bestatter wenden. Das Netzwerk der Stiftung ist weit gespannt, so dass auch zeitnah reagiert werden kann. Mehr Informationen zu der Stiftung unter dein-sternenkind.eu
Bild #108348174 von Stefanie Garau - stock.adobe.com